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Nach dem Vorbild der englischen Playgroups und der deutschen Kinderläden entstanden auch in der Schweiz erste Spielgruppen. In unserem Land waren diese nicht unumstritten. Heute wird und ist ihre Bedeutung bestens anerkannt.

 

Manche Spielgruppen sind immer noch private Einrichtungen. Für viele wurden auch Spielgruppenvereine gegründet oder sind in Gruppen anderer Institutionen wie Eltern- und Frauenvereinen angegliedert.

 

Der grosse persönliche Einsatz der einzelnen Spielgruppenleiterin zum Wohl der Kinder, trägt die ganze Spielgruppenbewegung. Es wurde und wird weiterhin viel geleistet auf allen Ebenen auch mit viel freiwilligen Arbeit.

 

Die Spielgruppenlandschaft ist sehr vielfältig, lebendig und in ständiger Entwicklung und Veränderung.Der Schweizerische Spielgruppenleiterinnen Verband möchte die Spielgruppen auch in politischer und öffentlicher Arbeit unterstützen und ihre Anliegen wahrzunehmen.

 


Einige wichtige Daten:


2009 Basel-Stadt übernimmt als erster Kanton flächendeckend die Kosten für einen
Spielgruppenbesuch, wenn Kinder es zur Sprachentwicklung und Förderung nötig
haben. 
2008 Die meisten Spielgruppen-Ausbildungen schliessen sich unter dem Dach des SSLV zur Ausbildungskommission zusammen und stehen für eine gute Qualität in Spielgruppen-Aus- und Weiterbildung.
 
2001 Der Schweizerische SpielgruppenLeiterinnenVerband wird gegründet.
Er nimmt künftig auf schweizerischer Ebene die Interessen der SpielgruppenleiterInnen wahr.
Er
  - steht für mehr Anerkennung und finanzielle Unterstützung ein
  - engagiert sich für die Spielgruppenbewegung
  - ist kompetenter Verhandlungspartner in der Bildungslandschaft
  - arbeitet mit anderen Verbänden und Organisationen zusammen
  - fördert den Kontakt der Berufstätigen regional und national
  - fördert die Qualität in der Spielgruppen
  - ist politisch und konfessionell neutral
 
2000 Eine Arbeitsgruppe erarbeitet das erste Qualitätslabel für Spielgruppen.
 
1999 Die Fach- und Kontaktstellen (FKS) sind unter dem Dach der IG Spielgruppen Schweiz im Symposium miteinander vernetzt. Das Symposium findet jährlich statt, immer wieder bei einer anderen FKS, in einer anderen Region.
Der Wunsch nach einem schweizerischen Verband wird laut. Eine Gruppe, unter der Leitung von Esther Meier und Margrit Anderegg, geht in Planung.
Die Grundausbildung für Spielgruppenleiterinnen wird selbstverständlicher. Viele Spielgruppen wählen die Rechtsform des Verein.
Einzelne Kantone schafften Grundlagen zur Bewilligungspflicht betreffs Führung einer Spielgruppe.
 
1992 Es gibt zehn verschiedene Ausbildungen zur SpielgruppenleiterIn.
Mehr als 40 regionale Fach- und Kontaktstellen (FKS) in der ganzen deutschen Schweiz bieten Erfahrungsaustausch- und Weiterbildungstreffen für angeschlossene Spielgruppenleiterinnen an.
 
1987 schweizerische Spielgruppen-Zeitschrift (IG Spielgruppen Schweiz) wird gegründet.
 
1978 Weitere Anerkennung in der Öffentlichkeit. Räume werden zum Teil zur Verfügung gestellt, vereinzelt auch finanzielle Unterstützung durch Private, Institutionen, Stiftungen. Vermehrt besuchen Kinder aus allen sozialen Schichten der Bevölkerung die Spielgruppe.
VIPS überregionale Vereinigung Interessengemeinschaft pro Spielgruppen entsteht (löst sich 1986 wieder auf).
 
1975 Veränderte Normen greifen auch in den Spielgruppen: partnerschaftlicher Stil,
das Kind ernst nehmen, Grenzen setzen ermutigen, Toleranz.
Erster Ausbildungskurs für SpielgruppenleiterInnen an der Mütterschule Zürich.
 
1973 erste Tagung in der Paulus Akademie zum Austausch über Kinder in Vorschuleinrichtungen. Mit dem Pionier Hans Fluri, Brienz trafen sich folgende Interessierte, die sich auch heute noch für die Spielgruppenbewegung engagieren. Margrit Anderegg, Lucie Hillenberg, Deli Hirtz, Marià Kennessey, Esther Meier usw.
 
1970 erste Spielgruppen für Kinder im Vorschulbereich (ab 3 Jahren) entstehen
der Erziehungsstil ist eher antiautoritär geprägt.
 
1968 erste Experimentierkindergärten.